Das Tam Tam ist ein chinesischer Chau Gong mit unbestimmter Tonhöhe. Er besteht aus einem tellerförmigen Metallkorpus, der an den Seiten umgebogen sowie mit Hämmern bearbeitet wird. Tam Tam Das Metall wird in einem Bereich zwischen Mitte und Rand oberflächlich abgedreht und poliert. Das Tam Tam findet nicht nur in China Verwendung, sondern auch in der westlichen Orchestermusik, etwa bei Gustav Mahler, Hector Berlioz oder Richard Wagner.

Er wird meist mit unterschiedlich schweren, filz- oder fellumspannten Schlägeln gespielt, kann aber darüberhinaus mit den vielfältigsten Mitteln zum Klingen gebracht werden, mit Triangel- genauso wie mit Friktionsschlägeln oder einem Bassbogen, mit Steinen, Hämmern oder Trommelstöcken.

Aufgrund seiner zuweilen gewaltigen Maße (es gibt Tam Tams mit mehr als 200 cm Durchmesser) können die Chau Gongs auch gewaltige Klänge freisetzen, die bis an die Schmerzgrenze gehen. Entsprechend gespielt, reicht das Klangspektrum jedoch auch in die andere Richtung; von singenden Tönen, über hohle oder flüsternde Geräusche bis hin zu atemberaubenden Obertonklängen tun sich wahre Klangwelten auf.


Wind Gong
Der Wind Gong (auch Sonnengong oder chin. Feng Gong) besteht ebenfalls aus einer tellerförmigen, leicht nach hinten geneigten Metallscheibe, jedoch ist diese an den Seiten nicht umgebogen und der ganze Gong ist oberflächlich gedreht, gehämmert und poliert. Dies ermöglicht dem Instrument ein anderes Schwingungsverhalten und führt zu diffuseren Klängen, in die sich je nach Anschlagspunkt zahlreiche Oberton- und Klangschattierungen mischen.


80er wind gong

Darüberhinaus gibt es in vielen Teilen Asiens gestimmte Gongs, z.B. Thai Gongs, sowie zahlreiche Spezialgongs. Allen gemeinsam ist ein Klang, der "unter die Haut" geht und gleichermaßen spannungsreich wie emotional die Zuhörer berührt.